Kein Spiel wie jedes andere

Es prickelt: Derby zwischen Neuhausen und Pfullingen rückt immer näher – Hofbühlhalle am Freitag wahrscheinlich ausverkauft


Es ist das Spiel der Spiele, ein Derby zweier Klubs mit beeindruckender Handball-Historie und ein Duell, in dem es angesichts des Tabellenstands um mehr als Prestige geht: In einer aller Voraussicht nach ausverkauften Hofbühlhalle empfängt am Freitagabend Drittligist TV Neuhausen den Nachbarn VfL Pfullingen. Es prickelt auf beiden Seiten. Dazu tragen die Tabelle und der aktuellen Trend viel bei. Während  der TVN, hervorragend gestartet mit 6:0-Punkten, mittlerweile bei 10:16-Zählern gelandet ist, sind die Pfullinger auf Höhenflug. Nach mäßigem Rundenstart tummeln sie sich aktuell mit 13:13-Punkten im Liga-Mittelfeld. Warnschuss für den TVN: Der VfL besiegte am vergangenen Spieltag Spitzenreiter Salamander Kornwestheim in einem mitreißenden Spiel 27:26. Und natürlich ist es auch aus vielen anderen Gründen eine ganz besondere Begegnung. Bei den Gastgebern wird erstmals Interimscoach Markus Bühner am Spielfeldrand coachen. Am Montag hatte das TVN-Urgestein die Trainingsleitung übernommen, nachdem Anel Mahmutefendic zuvor nach vier Niederlagen in Serie als Coach entlassen wurde. Markus Bühner stimmte das Team in den vergangenen Tagen auf den Derbyknaller ein. Über 1000 Zuschauer werden da sein (darunter rund 200 aus Pfullingen). Die Hofbühlhalle – dafür benötigt es keine großartige Prognose – wird zum Hexenkessel. Einen besonderen Reiz hat die Partie auch aufgrund der Tatsache, dass beim TVN einige Ex-Pfullinger auflaufen werden: Jan Reusch, Tim Keupp, Ferdinand Michalik, Torwart Simon Tölke. Dass die beiden Vereine unter dem Label JSG Echaz-Erms eine beeindruckend gute, gemeinsame Jugendarbeit betreiben, gehört zu den weiteren bemerkenswerten Punkten dieses ganz besonderen Nachbarschaftstreffens. „Pfullingen ist angesichts der Tabelle der Favorit“, erklärt TVN-Geschäftsleiter Nico Held, „doch wir wollen von unserer Mannschaft eine richtige Reaktion auf die vier Niederlagen sehen.“ Es gehe darum, endlich eine Partie über 60 Minuten ohne Leistungseinbruch zu spielen. „Wenn wir dies hinbekommen, haben wir eine echte Chance“, unterstreicht Held. Besonderes Augenmerk wird auf den Schlüsselspielern liegen: Daniel Reusch und Ferdinand Michalik auf der einen Seite, Becker/Thiemann auf der anderen. Das Derby beginnt am Freitagabend um 20 Uhr.