Noch keinen Weg aus der Negativspirale gefunden

Drittligist TV Neuhausen verliert in Pforzheim trotz mehrfacher Führung 29:32

Neues Spiel, altes Problem: Trotz einer Partie auf Augenhöhe hat der TV Neuhausen auch das dritte Match in Serie verloren. Bei der 29:32-Niederlage in Pforzheim reichte selbst ein zwischenzeitlicher Vier-Tore-Vorsprung nicht zum Sieg. Entsprechend war die Niedergeschlagenheit beim Trainer- und Betreuerteam, Spielern und Fans. „Erneut haben wir ein Spiel in den letzten 15 Minuten aus der Hand gegeben, das ist bitter“, haderte TVN-Geschäftsleiter Nico Held. Dabei ließ sich die Angelegenheit für den Ermstaler Drittligisten durchaus passabel an. Nach einer Viertelstunde stand es 8:8, der TVN fand in den darauffolgenden Minuten immer besser in Spiel. Das 13:9 durch Felix Stahl in der 26. Minute erbrachte sogar einen Vier-Tore-Vorsprung. Der Pausenstand von 15:12 plus die Steigerung in den letzten Minuten der ersten Hälfte ließen berechtigte Hoffnungen aufkommen, nach den Pleiten gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen (30:31) und beim TSB Heilbronn-Horkheim (25:28) zurück auf die Siegesstraße zu kehren. Doch dieser Traum zerplatzte. Just als die Begegnung beim Stand von 20:20 immer nervenaufreibender wurde, verloren die Neuhausener einmal mehr den Faden. Fehlwürfe, weitere Unkonzentriertheit sowie technischen Fehlern standen wuchtige, häufig erfolgreiche Tempogegenstöße der TGS Pforzheim gegenüber. Das Team von Weltmeister Andrej Klimovets drehte auf, unterstützt von einheimischen Anhang unter den rund 600 Zuschauern in der Bertha Benz Halle. Die Vorentscheidung war alsbald am Resultat abzulesen. Aus dem 20:20 wurde aus Neuhausener Sicht ein 21:25. Nach knapp 53 Minuten stand es sogar 23:28. Die Begegnung war angesichts dieser Eigendynamik nicht mehr zu gewinnen. Der Pforzheimer Marco Kikillus machte eine Sekunden vor Schluss mit dem 32:29 schließlich den Knopf unter das Endresultat. „Pforzheim war cleverer und abgezockter“, erkannte Nico Held an. Es gibt noch einen Weg aus der jüngsten Negativspirale. Die Ausgangsbasis vor dem Derby gegen den VfL Pfullingen, zu dem mehr als 1000 Zuschauer in der Hofbühlhalle erwartet werden´, hat sich für den TVN somit weiter verschlechtert. Ganz nah an der Abstiegszone platziert, hilft gegen den Rivalen nur ein Heimsieg richtig weiter. Das Spiel beginn am Freitagabend um 20 Uhr.