Turbostart folgt erneut ein Motorschaden

TV Neuhausen kassiert in Haßloch dritte Saisonniederlage

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch in Haßloch – wie zuvor beim Heimspiel gegen den TSV Neuhausen/Filder – hat der TVN nach deutlicher Dominanz und klarem Vorsprung keine Punkte geholt. Das 28:29 am vergangenen Samstagabend war nicht weniger bitter, wie jenes 24:26 gegen den Neuling von der Filder eine Woche zuvor in der proppenvollen Hofbühlhalle. Dabei hatte das Team von Anel Mahmutefendic auch in der Pfalz einen Turbostart hingelegt, zunächst die Enttäuschung über die Derbyniederlage vergessen lassen. Mit einem starken 5:0-Lauf setzten sich die Neuhausener in der ersten Halbzeit auf 13:8 ab, die Pausenführung von 19:13 war sogar noch einen Tick deutlicher. Es war eine starke, ja fast überragende erste TVN-Halbzeit, zudem mit einem Torwart Adrian Birkenheuer in Bestform. Des Weiteren gefiel das schnelle Tempospiel, mit dem die Haßlocher anfangs große Probleme hatten. Doch Handball ist bekanntlich tückisch, einen wirklich sicheren Vorsprung gibt es eher selten als häufig. Das bekamen auch die Neuhausener zu spüren. Nach der Pause geriet der TVN in erste Turbulenzen. Bis zu 42. Minute konnten die Gäste allerdings trotz erster  Schwächen im Aufbauspiel und beim Torabschluss zumindest noch ein 24:19 generieren. Es war das letzte positive Highlight an diesem Abend. Die Nervosität beim TVN wuchs, die Haßlocher, kräftig unterstützt vom eigenen Publikum, hatten das Momentum für sich. Der Ausgleich zum 25:25 in der hektischen Schlussphase war der Eisbrecher für die Gastgeber, ließ die N euhausener wanken. Weitere Gegentreffer brachten den TVN schließlich zu Fall. Nach der Schlusssirene herrschte verständlicherweise tiefe Enttäuschung: Nach einem Turbostart hatte es erneut einen Motorschaden gegeben. Der Traumstart von 6:0-Punkten ist durch die dritte Niederlage in Serie vergessen. In der  Trainingswoche arbeiten Trainer und Team aktuell die Ereignisse auf, um für das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Salamander Kornwestheim (Samstag, 20 Uhr in der Hofbühlhalle) auf alte Erfolgspfade zurückzukehren. „Jeder einzelne muss sich hinterfragen, warum die letzten 20 Minuten in den vergangenen drei Spielen so abliefen, wie sie abliefen“, betont TVN-Geschäftsleiter Nico Held, „wir müssen daraus schnellstens lernen.“ Die Gelegenheit, es besser zu machen, haben die TVN-Handballer gleich in drei Heimpartien hintereinander: Nach Kornwestheim (14.10.) rücken Hochdorf (21.10.) und die „Zweite“ der Rhein-Neckar-Löwen (27.10) an.  Vielleicht sieht Ende Oktober bereist alles wieder besser aus.