TVN imponiert mit Cleverness

Fürstenfeldbruck - Neuhausen 23:26 - Als einziges Team mit weißer Weste Spitzenreiter. Trainer Mahmutefendic: Wir sind erneut in kniffligen Situationen ruhig geblieben

FÜRSTENFELDBRUCK. Drittes Spiel, dritter Sieg - die Handballer des TV Neuhausen kamen in der 3. Liga glänzend aus den Startlöchern. Das Team von Trainer Anel Mahmutefendic setzte sich beim TuS Fürstenfeldbruck mit 26:23 (12:13) durch. Erfreulicher Nebeneffekt für den Zweitliga-Absteiger ist die Tabellenführung. Der TVN ist das einzige Team mit weißer Weste. »Wir haben einmal mehr auf allen Positionen unsere Tore gemacht«, freute sich Mahmutefendic. Das große Plus des Ermstal-Clubs in dieser Saison könnte die Ausgeglichenheit im Kader sein. Beispiel: Vergangene Woche beim 29:23-Heimsieg gegen Balingen-Weilstetten II hütete Simon Tölke 60 Minuten das Gehäuse. Adrian Birkenheuer durfte nur bei einem Siebenmeter den Platz zwischen den Pfosten einnehmen. In Fürstenfeldbruck spielte der Ex-Pfullinger Tölke überhaupt nicht, während Birkenheuer ein starker Rückhalt war. Der vom Bergischen HC gekommene Keeper entschärfte unter anderem zwei Siebenmeter. »In der ersten Halbzeit hatten wir mit der aggressiven 3:2:1-Abwehr von Fürstenfeldbruck Probleme«, sagte Mahmutefendic. Neuhausen rannte deshalb zunächst einem Rückstand hinterher. Quentin Abadie brachte den TVN in der 24. Minute mit 10:9 erstmals in Führung. Wenig später lagen die Gäste 12:9 vorne, zur Pause stand jedoch ein 12:13-Rückstand zu Buche.  »Wir sind wie bereits in den ersten Saisonspielen auch in kniffligen Situationen ruhig geblieben«, ließ Mahmutefendic die bisherigen Auftritte seines Team Revue passieren. Es ist schon erstaunlich, mit welcher Coolness der runderneuerte TV Neuhausen zu Werke geht. In Fürstenfeldbruck standen neun Zugänge in der Aufstellung. Da im Handball der Eingespieltheitsgrad eine große Rolle spielt, sprechen die bisherigen Ergebnisse für die große individuelle Klasse der Neuhäuser. Im zweiten Durchgang setzte sich der TVN auf 19:16, 22:19 und 24:19 ab, doch die Gastgeber stellten in der 56. Minute noch einmal den Anschluss her. Schließlich markierte Ferdinand Michalik in der 58. Minute das 25:23 und Lukas Fischer kurz vor Feierabend den Treffer zum 26:23-Endstand. »Wir haben uns im Angriff in einigen Phasen leichte Fehler geleistet. Deshalb ist Fürstenfeldbruck immer wieder herangekommen«, erklärte Mahmutefendic.


Quelle: GEA, Kre