Mit viel Disziplin sollen die „Panther“ vom TVN gezähmt werden

Handball, 3. Liga: Der TV Neuhausen gastiert beim schwer einzuschätzenden TuS Fürstenfeldbruck (Samstag, 19.30 Uhr, Wittelsbacher-Halle).

Zwei souveräne Siege liegen hinter dem Zweitliga-Absteiger TV Neuhausen. Das vollkommen neu zusammengebaute Team, bei dem nur noch wenige Akteure aus der Vorsaison mitmischen, hat sämtliche Zweifel bezüglich eines holprigen Beginns in der 3. Liga Süd  zerstreut. Einzig zwei Dinge sind zu bedenken: Bei beiden klaren Erfolgen - dem 28:22 in Oppenweiler und dem 29:23 über den HBW Balingen-Weilstetten II - waren die Schützlinge von Trainer Anel Mahmutefendic nicht optimal aus den Startlöchern gekommen und mussten sich erst mächtig strecken, um durch sagenhafte Zwischenspurts die Partien zu biegen. Ein 9:2-Lauf in Oppenweiler und ein 10:4-Sprint gegen Balingen II entschieden die Duelle für die Ermstäler.

TVN-Trainer Anel Mahmutefendic hätte rein gar nichts dagegen, wenn es nun in Fürstenfeldbruck bei München schon von Beginn an in die richtige Richtung laufen würde.

Die Gastgeber, bekannt als die „Panther“, sind nicht einfach einzuschätzen. Ihre Bilanz mit bisher zwei Niederlagen und einem Sieg aus drei Spielen, liest sich nicht furchteinflößend. Hier muss allerdings beachtet werden, dass beide Pleiten auswärts zustande kamen und knapp ausfielen. Bei der SG Köndringen-Teningen unterlagen die Oberbayern zum Start mit 29:30, am dritten Spieltag mussten sie sich in Kaiserslautern beim TuS Dansenberg mit 30:33 geschlagen geben.

 Dazwischen lag ein deutlicher Heimsieg, die HG Oftersheim/Schwetzingen wurde mit 31:23 vom Parkett gefegt. Auswärts pfui, daheim also hui - auf den TVN könnte ein Gegner mit zwei Gesichtern warten.

„Uns erwartet auf jeden Fall ein eingespieltes Team. Fürstenfeldbruck praktiziert seit Jahren ein 3:2:1 in der Abwehr und macht dies recht ordentlich. Gegen diese aggressive Abwehr tut sich jeder Gegner schwer“, weiß TVN-Trainer Anel Mahmutefendic.

Die Truppe von TuS-Coach Martin Wild weist ein vollkommen anderes Gesicht als der TVN auf. Während die Neuhäuser acht Abgänge beklagen und elf Neuzugänge zu integrieren haben, sind bei den Oberbayern nur die Neuzugänge Matthias Hild und Toni Dundovic, dessen Spielgenehmigung erst Anfang September vor dem zweiten Saisonauftritt der „Panther“ eintraf, in die Truppe einzubauen.

„Wir müssen uns taktisch gut auf Fürstenfeldbruck vorbereiten. Es wird darauf ankommen, dass wir diszipliniert agieren. Generell gilt bei uns immer, dass wir unsere eigene Stärke aufs Parkett bringen und die Dinge umsetzen wollen, die wir uns vorgenommen haben. Das ist unabhängig vom Gegner“, stellt Anel Mahmutefendic klar.

Ein ganz besonderes Anliegen hat der TVN-Trainer am dritten Spieltag nach den Eindrücken der beiden vorangegangenen Begegnungen. „Es wäre wünschenswert, dass wir von der 1. Minute an voll bei der Sache sind. Natürlich haben die zuvor gezeigten Startschwierigkeiten auch damit zu tun, dass wir uns in einer Phase des Neuaufbaus und zu Saisonbeginn befinden. Aber irgendwann gelten diese Argumente nicht mehr.“

Mahmutefendic kann in Oberbayern nicht auf Felix Weißer (verletzte sich vor dem Heimspiel gegen Balingen II) zurückgreifen. Dafür wird Neuzugang Marcel Meyer erstmals nach seiner am 20. Juli im Testspiel gegen die TSG Söflingen (34:21) erlittenen Femur-Fraktur wieder im Neuhäuser Kader stehen. Michel Stotz ist ebenfalls mit von der Partie.

Quelle: Alexander Mareis, SWP