Archiv: HSG Nordhorn-Lingen - TV 1893 Neuhausen (SÜDWEST PRESSE - Vorbericht)

Stevics Wunsch nach Punkten noch vor dem Jahreswechsel

Kann der TV Neuhausen den Bock noch vor dem Ende des Kalenderjahrs umstoßen? Nach einer Negativserie von acht Niederlagen und nur einem Sieg aus den vergangenen zehn Spielen (wir berichteten mehrmals) warten drei schwere Aufgaben auf die Metzinger Vorstädter. Es beginnt am Sonntag um 17 Uhr in der Nordhorner Kreissporthalle, wenn um 17 Uhr das Duell mit dem Tabellenachten HSG Nordhorn-Lingen durchs Schiedsrichterpaar Arndt/Kobilke angepfiffen wird. Weiter geht es mit dem letzten Heimspiel im Kalenderjahr 2016, wenn der TVN unterm Hofbühl am 17. Dezember (20 Uhr) auf den fünftplatzierten VfL Bad Schwartau trifft. Jahres-Kehraus ist dann am 26. Dezember (17 Uhr) mit der Auswärtshürde bei der HSG Konstanz am Bodensee.

TVN-Trainer Aleksandar Stevic setzt zwar große Hoffnungen auf die Zeit nach der WM-Pause (die 25. Weltmeisterschaft der Männer wird von 11. bis 29. Januar 2017 in Frankreich ausgetragen), will aber nicht den gesamten Druck ins neue Jahr übertragen. "Wir wissen um die Schwere der drei anstehenden Aufgaben, gerade auch unter den aktuellen Gegebenheiten. Und natürlich haben wir mitbekommen, dass die HSG Nordhorn-Lingen zuletzt einen Punkt in Rimpar ergatterte. Eine solche Truppe, mit solider Platzierung im oberen Tabellenmittelfeld, hat natürlich mehr Selbstvertrauen als ein Team, das eine Negativserie durchlebt und in den Tabellenkeller abgerutscht ist. Wir wollen uns aber auf uns fokussieren. Wenn wir unsere Aufgaben vollständig erfüllen und unser Potenzial abrufen, können wir jedem Gegner in der 2. Bundesliga Mühe bereiten und auch punkten. Genau dies streben wir in Nordhorn an."

Was macht dem Trainer Hoffnung, dass nach all den verlorenen Partien und Rückschlägen endlich ein anderer Kurs eingeschlagen werden kann? "Meiner Meinung nach haben wir unseren Tiefpunkt beim 26:32 gegen den TV Emsdetten erlebt. Das war ein Kollektivausfall. Nun ist auch dem letzten Spieler bewusst, in welcher Lage wir uns befinden. Nach dem guten Start haben einige vielleicht unser Hauptziel, den Klassenerhalt, aus den Augen verloren und an mehr geglaubt. Dabei hatte ich immer vor den Gefahren durch den kleinen Kader und die Verletzungen gewarnt", sagt Stevic, der mit den Spielern und der Geschäftsführung der TVN Handball-Bundesliga GmbH die Lage gründlich analysiert hat.

Gemeinsam ist man zur Überzeugung gelangt, dass selbst das knappe, aktuell zur Verfügung stehende Spielermaterial gut genug ist, um in der 2. Bundesliga zu punkten. Im neuen Kalenderjahr rücken Tim Keupp und Karl Toom dann wieder zur Mannschaft. "Wir setzen große Hoffnungen in sie, wollen sie aber auch nicht zu stark unter Druck setzen. Sie sind nicht die alleinigen Heilsbringer, werden aber wichtige Verstärkungen sein. 2017 werden wir ein anderes Gesicht präsentieren", verspricht Aleksandar Stevic.

Dass der Bosnier Srdjan Predragovic wegen seiner Adduktorenprobleme so lange ausfällt und auch in Nordhorn nicht zur Verfügung steht, hatte man unterm Hofbühl nicht auf dem Schirm. "Ich hatte anfangs nur an einen kurzen Ausfall gedacht. Aber diese muskulären Probleme sind tückisch. Srdjan tut meiner Meinung nach im Aufbautraining alles, um bald wieder zur Mannschaft stoßen zu können", stellt "Aco" Stevic klar.

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Alexander Mareis