Archiv: HSG Nordhorn-Lingen - TV 1893 Neuhausen (Reutlinger Generalanzeiger)

Nur sechs Tore in Durchgang eins

Die Talfahrt geht weiter. Der Handball-Zweitligist TV Neuhausen musste gestern eine weitere Niederlage einstecken und rutschte auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Vier Teams müssen am Saisonende in die 3. Liga runter. Bei der HSG Nordhorn-Lingen zog der TVN mit 22:25 (6:13) den Kürzeren und blickt nun auf eine desaströse Bilanz von 1:13 Punkten aus den zurückliegenden sieben Spielen zurück.

Im ersten Durchgang gelangen den Neuhäusern lediglich sechs Tore. »Sechs Treffer sind natürlich viel zu wenig«, stellte Trainer Aleksandar Stevic zerknirscht fest. Er sprach von »zwei unterschiedlichen Spielhälften«. In der ersten Halbzeit habe sich sein Team gegen die unheimlich aggressive Deckung des EHF-Cupsiegers von 2008 die Zähne ausgebissen. Zudem sei nach der desolaten Leistung vom vergangenen Samstag gegen den TV Emsdetten (26:32) »die Verunsicherung spürbar« gewesen. »In den zweiten 30 Minuten haben wir es richtig gut gemacht«, sagte der Neuhäuser Coach.

Persönlicher Rekord für Stüber

Stevic weiß natürlich, dass er die Zahlen des zweiten Spielabschnitts, den der TVN mit 16:12 gewann, nicht überbewerten darf. Am Ende betrug der Rückstand zwar nur drei Tore, der Erfolg von Nordhorn war allerdings nie ernsthaft gefährdet. Stevic muss dennoch bemüht sein, das Positive aus diesem Spiel mitzunehmen und seinen Schützlingen Selbstvertrauen einzuimpfen. Dieses Selbstvertrauen benötigen die Neuhäuser, um in den restlichen zwei Begegnungen in diesem Jahr etwas Zählbares einzufahren. Am nächsten Samstag gastiert mit dem VfL Bad Schwartau eines der Überraschungs-Teams in der Hofbühlhalle, ehe am 26. Dezember das Gastspiel bei der HSG Konstanz auf dem Programm steht.

Positiv in der zweiten Hälfte war die gute Abwehrleistung und der Kampfgeist bis zur letzten Sekunde. Wenn nicht Christian Wahl einen Siebenmeter, Felix Klingler einen Konterangriff sowie Frederic Stüber und Andreas Bornemann am Kreis beste Gelegenheiten vergeben hätten, wäre möglicherweise eine spannende Schlussphase eingeläutet worden. Eine gute Note beim TVN verdiente sich Frederic Stüber. Der Kreisläufer kam auf sieben Tore – das ist für den 21-Jährigen persönlicher Zweitliga-Rekord. In der zweiten Hälfte harmonierte er gut mit Jan Reusch. Stark war auch die Leistung von Torhüter Magnus Becker.

(GEA)

-------------------------------------------------------------------------

MANFRED KRETSCHMER